Was ist SMA?

Die Abkürzung SMA steht für “SubMiniature Version A” und bezeichnet einen koaxialen Steckverbinder  für Hochfrequenzanwendungen, welcher 1960 entwickelt wurde. Da dieser Steckverbinder verschraubt  wird, ist er mechanisch sehr robust und bietet zudem eine gute elektrische Abschirmung.

Er wird in Mikrowellen  (zur Verbindung der Hochfrequenzkabel, die Mikrowellen übertragen), tragbaren Radios und Mobiltelefonantennen verwendet. In unseren Mini-PCs kommt SMA beim Anschluss von WLAN- oder GPS-Antennen zum Einsatz. Ein SMA-Steckverbinder wird in Frequenzbereichen von 1 GHz bis 18/26,5 GHz angewendet. Ab 27 GHz werden modernere Stecker, sogenannte “Super SMA”, eingesetzt. SSMA (Small SMA) wurde für den Einsatz im Weltraum entwickelt und kann bis 40 GHz verwendet werden.

Wie sieht ein SMA-Stecker aus?

Der SMA-Steckverbinder besteht aus einem Stecker und einer Buchse. Der Stecker ist der SMA-Antennenanschluss, der aus einer Überwurfmutter mit Innengewinde und einem Metallstift als Innenleiter besteht. Das ist in diesem Fall der sogenannte „male“-Anschluss. Am Gehäuse des PCs befindet sich die dazugehörige „female“-SMA-Buchse, mit einem Außengewinde und einer Metallröhre, in die der Stift des Steckers passt.

Was ist RP-SMA?

RP-SMA steht für “Reverse Polarity” (teilweise auch nur als Reverse-SMA oder kurz “R-SMA” bezeichnet). Es wurde entwickelt um zu verhindern, dass unerlaubterweise eine externe Antenne zur Reichweitenerhöhung angeschlossen wird. Bei einem RP-SMA-Steckverbinder ist quasi das Geschlecht vertauscht worden. Der RP-SMA male ist ebenfalls der Stecker mit Überwurfmutter, jedoch hat er die Metallröhre als Innenleiter. Die RP-SMA female-Buchse hat ein Außengewinde und innen den Stift.

Gesteckt sind die beiden nicht zu unterscheiden und auch die Signal-Qualität ist die gleiche. Ein RP-SMA-Stecker passt zwar mechanisch in eine SMA-Buchse, jedoch nicht elektronisch. Eine derartige Verbindung ist daher nicht funktionsfähig. Passen Buchse und Stecker nicht zusammen, können Adapter einfach Abhilfe schaffen, um auch diese Mini-PCs mit Antennen auszustatten.

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USB 4 und seine Kompatibilität mit Thunderbolt 3

Schon im März 2019 kündigte die USB Promoter Group USB 4 an. Gut ein halbes Jahr später, am 03. September wurde die endgültige Spezifikation endlich veröffentlicht. Laut Pressemitteilung vom USB-IF ergänzt dieses Update die existierenden USB 3.2 und USB 2.0 zu einer USB-Architektur der „nächsten Generation“.

Da USB 4 auf Intels Thunderbolt-Protokoll-Spezifikation basiert, werden zum einen die Bandbreite verdoppelt und so 40 Gb/s ermöglicht, und zum anderen können mehrere Daten- und Anzeigeprotokolle simultan verarbeitet werden. Die USB Typ-C-Buchse, welche sich seit ihrer Markteinführung als externer Display-Ausgang von Host-Geräten etabliert hat, bleibt auch bei USB 4 bestehen. So weit, so gut. Doch nun der große Nachteil: Hersteller sind nicht dazu verpflichtet, die Funktionalität von Thunderbolt 3 in ihre USB-4-Spezifikation zu implementieren. Kurz gesagt: USB-4-fähige Geräte sind nicht zwingend mit Thunderbolt 3 kompatibel. Da nicht alle USB-Geräte die versprochenen 40 Gb/s erreichen können, müssen USB-4-Geräte gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit senken, um sich an die Hardware anzupassen. USB 4 wird in Geschwindigkeiten von 10, 20 und 40 Gb/s verfügbar sein – wobei man davon ausgehen kann, günstige und kleine Geräte nur mit den niedrigen Geschwindigkeiten zu finden.

heise.de erläutert in deren Artikel außerdem den zugrundeliegenden Hub von USB 4. Mehr zur intelligenten Bandbreitenteilung und der Stromversorgung von USB 4 kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Die veröffentlichen Spezifikationen können bereits auf der Website des USB-IF heruntergeladen werden. Bis es Produkte mit USB 4 auf dem Markt zu kaufen gibt, wird es wohl noch bis Ende 2020 dauern.

Nervana NNP-T und NNP-I: Intels KI-Prozessoren

Das Thema Künstliche Intelligenz wird größer und größer, das ist kein Geheimnis. Um die Nachfrage nach Spezial-Chips in diesem Segment zu bedienen, hat Intel auf der Konferenz Hot Chips HC31 Ende August die Nervana-Prozessoren vorgestellt. Mit diesen tritt der Chip-Konzern in Konkurrenz zu Googles Tensor-Prozessoren, Nvidias NVDLA und Amazons AWL-Inferentia-Chips.

Die Prozessorkombination aus den Chips NNP-T und NNP-I ist vor allem für den Bereich des Machine Learning gedacht. NNP steht hierbei für Nervana Neural Processor, die Chips sind aber auch unter den Codenamen „Spring Crest“ und “Spring Hill” bekannt. In geschlossener Anwendungsumgebung kommen sie komplementär zum Einsatz: Der NNP-T-Chip ist für das Training eines KI-Modells mit Big Data gedacht, der NNP-I-Chip übernimmt das Inferencing, also das Implementieren der Trainingsergebnisse in den KI-Workflow. Gefertigt werden die SoC in Intels hauseigenem 10-nm-Verfahren, NNP-T im 16-nm-Verfahren.

Mit der Einführung von Nervana werden die Xeon-CPUs, die bisher für KI-Aufgaben zuständig waren, abgelöst. Diese bieten zwar nach wie vor genug Leistung, sind aber weniger effektiv und effizient als Nervana.

Quellen: t3n, heise

Marktanteil von AMD wächst, Ryzen Preise sinken

Schon in unseren letzten News haben wir von den aktuellen Geschäftszahlen von AMD berichtet. Im zweiten Quartal 2019 vermerkten sowohl AMD als auch Nvidia einen geringeren Absatz von Grafikkarten für Desktop-PCs, Workstations und Server – Nvidia jedoch deutlich mehr als AMD. So gelang es AMD, seinen Marktanteil von 22,7 auf 32,1 Prozent zu steigern.

Unter Betrachtung des gesamten GPU-Marktes, der in Prozessoren integrierte Grafikeinheiten einschließt, bleibt Intel mit 66,9 Prozent Marktanteil weiterhin der Spitzenreiter. Aber AMD punktet auch hier: Im Gegensatz zu Intel und Nvidia, schaffte es der Konzern als einziger, seine Auslieferungen zu steigern und so den Marktanteil auf 17,2 Prozent zu erhöhen.

Quelle: heise, winfuture

Nicht zuletzt liegt AMDs Erfolg an den erfolgreichen Ryzen APUs. Die Prozessoren der Reihe Ryzen 3000 verzeichnen bereits jetzt, nur zwei Monate nach Verkaufsstart, starke Preissenkungen. Die größten vermessen die Modelle Ryzen 7 3800X und Ryzen 5 3600X, deren Preis-Leistungs-Verhältnis bisher als schlecht galt. Einen Preisverlauf des Ryzen 7 3800X findet ihr auf giga.de.

Quelle: heise

Unsere spo-comm Mini-PCs entdecken

Multimedia-Schnittstellen

Um grafische Inhalte von einem Mini-PC auf ein Display zu übertragen, gibt es diverse Möglichkeiten. Unsere Mini-PCs sind mit folgenden Anschlüssen ausgestattet:

 

So weit, so gut. Aber worin unterscheiden sich die genannten Multimedia-Schnittstellen? Die Antwort darauf haben wir in einem separaten Blogartikel zusammengetragen:

VGA, DisplayPort, HDMI oder doch DVI?

Audioanschlüsse

Einige der oben genannten Multimedia-Schnittstellen übertragen neben Videoinhalten auch Ton. Um anderweitig Ton zu übertragen, sind unsere Mini-PCs mit verschiedenen Ton-Ein- und Ausgängen ausgestattet:

Anschluss externer Peripherie

Dem Anschluss externer Peripherie, dazu gehören unter anderem Drucker, Tastaturen und auch USB-Sticks, dienen zum einen serielle Schnittstellen…

 

… und zum anderen das wohl bekannteste und allgegenwärtige Bussystem:

Zusätzliche Speichermedien

Zusätzlich zum internen Speicher eines Mini-PCs (HDD oder SSD), lassen sich einige unserer Systeme mit SD-Karten ausstattet. Diese bieten den Vorteil, dank sehr viel Speicherplatz Daten extern zu sichern, punkten aber auch mit ihrer Kompaktheit und ihrem geringen Stromverbrauch.

Internet und Netzwerk

Wer seinen Mini-PC mit dem Internet oder einem (internen) Netzwerk verbinden möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten:

Stromversorgung

Ohne Moos, äh Strom, nichts los. Deshalb sind unsere Mini-PCs hiermit ausgestattet:

Sicherheit

Ein paar unserer Mini-PCs können einfach vor Diebstahl geschützt werden:

Spezielle Anwendungen

Unsere Mini-PCs zeichnen sich durch flexible Anwendungsmöglichkeiten aus. Genau aus diesem Grund muss ab und an ein bisschen Unterstützung geleistet werden, um den PC optimal und in kürzester Zeit zu befestigen:

Kensington Lock als Diebstahlschutz

Im Jahre 1992 brachte die Firma Kensington das erste Laptopschloss namens Kensington Lock auf den Markt. Es handelt sich dabei um ein Schloss zur Diebstahlsicherung von Geräten wie Notebooks oder eben auch Mini-PCs. Mittlerweile hat sich die Bezeichnung „Kensington Lock“ für alle Schlösser etabliert, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten.

Meist ist das Schloss mit einem Drahtseil ausgestattet und am Ende mit einer Öse versehen. Im geöffneten Zustand kann es um Gegenstände wie beispielsweise einem Möbelstück geschlungen werden um dann mit einem Schlüssel oder sogar einem Zahlenschloss verschlossen zu werden.

Zur Abschreckung von Gelegenheitsdieben ist ein Kensington Lock eine gute Wahl. Professionelle Diebe mit entsprechendem Equipment wird wohl auch dieses Schloss nicht abhalten. Auch die Benutzung des Schlosses muss zwingend richtig und sinnvoll erfolgen. So sollte unter anderem darauf geachtet werden, das Schloss nur an schwer beweglichen Möbelstücken o.Ä. zu befestigen.

Der Kensington-Security-Slot

Um ein solches Schloss nutzen zu können, muss der Mini-PC beziehungsweise das verwendete Gerät mit dem genormten Standardanschluss ausgestattet sein. Dieser hört auf den Namen Kensington-Security-Slot und wird von vielen großen Marken verwendet. Der Slot ist ca. 3 x 7 mm groß und in Kunststoffgehäusen häufig mit einem Metall gesichert, sodass das Schloss nicht einfach Herausgebrochen werden kann. Bei manchen Geräten ist der Slot sogar mit systemrelevanten Komponenten verbunden, die im Falle eines Diebstahls das System unbrauchbar machen.

spo-comm Mini-PCs mit Kensington-Security-Slot:

  • CORE 2: Unser kleinster Digital Signage-Player wählbar mit Intel CPUs der 8. Generation
  • KUMO V: Dank Nvidia RTX 2060 und Intel® Core i5 CPU DER Digital-Signage-PC schlechthin
  • KUMO Ryzen: Perfekt für den High-End Digital Signage-Bereich dank AMD® Ryzen CPU und AMD® VEGA GPU

Mehr spo-comm Mini-PCs

Bevor wir dazu kommen, wie ein Mini-PC auf Softwareebene geschützt werden kann, wollen wir kurz erklären, welche Gefahren überhaupt lauern.

Was ist Malware? Viren, Ransomware, Trojaner

Malware ist die Kurzform von „Malicious Software“, also „bösartige Software“ und steht für jegliche Art von programmierter schädlicher Software, die ohne das Wissen des Benutzers auf ein Gerät, wie einen Mini-PC, zugreift. Zu den verschiedenen Arten von Malware zählen unter anderem Viren, Trojaner, Ransomware oder Spyware. Worin die Unterschiede bestehen, wofür Malware gedacht ist und wie sie sich verbreitet, kann hier nachgelesen werden.

Schutz vor Malware mit Antivirus-Programmen

Um ein Gerät vor Angriffen durch Malware zu schützen, ist es dringend erforderlich, ein Antivirus-Programm zu installieren. Wichtig ist dabei, nur Programme von vertrauenswürdigen Unternehmen zu verwenden, da es sich sonst auch um getarnte Malware handeln kann. Viele Unternehmen bieten zusätzlich auch noch einen Ransomware-Schutz an, der verhindert, dass Dateien in Geiselhaft genommen werden und Geld gefordert wird.

Auch wenn ein Antiviren-Programm installiert ist und so Viren erkennen und entfernen kann, sollte jeder auf ein paar grundlegende Dinge achten:

  • Nicht auf jeden Link klicken, der beispielsweise über Social Media von Freunden kommt.
  • Keine E-Mail-Anhänge öffnen, bei denen nicht zu 100% klar ist, worum es sich handelt.
  • Keine Makros in Microsoft Office aktivieren. Internetkriminelle versuchen häufig Nutzer dazu zu bewegen Makros zu aktivieren, wenn sie eine infizierte Mail erhalten.

Entfernen von Viren auf PCs

Einen infizierten PC erkennt man an verschiedenen Warnzeichen. Dazu gehören zum einen ständig wiederkehrende Popup-Nachrichten, von selbst startende Computerprogramme und auch ein sehr langsam laufender Computer.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Entfernen von Malware

Software zur Überwachung eines Mini-PCs

Neben Software, die vor Malware schützen soll, kann Monitoring-Software, für die Gesundheit eines Mini-PCs sorgen.

Wird eine solche Software installiert, sitzen verschiedene Sensoren an den zu überwachenden Komponenten wie RAM oder CPU. Diese Sensoren messen kontinuierlich bestimmte Werte, beispielsweise die CPU-Temperatur, und geben einen Alarm aus, wenn der Wert sich zu stark verändert.

Mit dieser Software ist es möglich, die Grenzwerte selbst zu definieren und schon weit bevor eine Komponente ausfallen würde, alarmiert zu werden und vorausschauend zu handeln. So kann es nicht mehr zu unvorhergesehenen Systemausfällen durch kaputte Komponenten kommen. Gerade in Bereichen, in denen Systeme 24/7 laufen müssen, ist das ein riesiger Vorteil.

Und das Beste daran: Wir bei der spo-comm arbeiten aktuell an einer solchen Software. Schon bald können alle unsere Mini-PCs damit ausgestattet werden. Mehr Informationen gibt es in Kürze.

Serielle und parallele Schnittstellen

Sowohl serielle, als auch parallele Schnittstellen dienen dem physischen Austausch von Daten zwischen Computern und Peripheriegeräten. Die Bezeichnung „seriell“ kommt daher, dass die Datenbits bei diesem Vorgang nacheinander auf einer Leitung übertragen werden.

Bei den parallelen Schnittstellen werden die Bits nicht nacheinander sondern – wie der Name schon sagt – parallel übertragen. Heutzutage ist mit dem Begriff der parallelen Schnittstelle meist der Anschluss IEEE 1284 gemeint, welcher oft auch Druckerschnittstelle genannt wird.

Die RS-232- oder COM-Schnittstelle

Betrachtet man nun die seriellen Schnittstellen eines (Mini-)PCs, so ist mit dem Begriff meist eine RS-232-Schnittstelle gemeint. Diese ist jedoch besser bekannt unter ihrer englischen Bezeichnung COM-Port. RS-232 wurde bereits im Jahr 1960 für die Bereiche Telekommunikation und EDV entwickelt. Dank der einfachen Implementierung und ihrer Zuverlässigkeit fand die Schnittstelle auch im Bereich der Unterhaltungselektronik ihren Einsatz. Im Jahr 1997 gab es die letzte Aktualisierung der RS-232-Spezifikationen. Bei PCs und Laptops wurde der RS-232 lange Zeit für den Anschluss von Tastaturen oder Mäusen benötigt, mittlerweile musste er aber dem schnelleren und kleineren USB-Port weichen.

Wie für serielle Schnittstellen üblich, überträgt auch RS-232 die Bits nacheinander über die Verbindungsleitung. Bei RS-232 erfolgt die Datenübertragung wortweise und asynchron. Wie genau das funktioniert, finden Sie hier zum Nachlesen.

Ursprünglich ist die RS-232-Schnittstelle ein 25-poliger Sub-D-Verbinder. Da in der EDV jedoch nicht alle Signale, die dieser Standard bereitstellt, benötigt werden, hat sich der 9-polige Sub-D-Verbinder etabliert (siehe Abb. 1). Sind mehrere dieser Ports auf einem PC angebracht, so wird den physischen Schnittstellen durch das BIOS und das Betriebssystem eine logische Bezeichnung, COM 1, COM 2, und so weiter, zugeteilt (siehe Abb. 1).

Datenübertragungsraten von RS-232  

Wie man es von anderen Kabeln, wie beispielsweise HDMI, auch kennt, ist die Geschwindigkeit der Datenübertragung unter anderem von der Kabellänge abhängig. Für den RS-232-Standard wurde keine maximale Kabellänge, sondern lediglich dessen maximale Kapazität festgelegt. Diese 2500 pF werden mit einer Kabellänge von ca. 15 Metern erreicht. Werden Kabel verwendet, die eine äußerst niedrige Kapazität aufweisen, so können sogar bis zu 45 Meter erreicht werden. 

Tabelle zu Kabellängen und Datenraten

Der RS-232 im Zeitalter von Industrie 4.0

Auch heute im Zeitalter von Industrie 4.0 kommen viele technische Einrichtungen im industriellen Sektor nicht ohne eine serielle Schnittstelle aus. Der RS-232 überzeugt in diesem Bereich mit seiner Funktionalität, die einfach und preiswert implementiert werden kann und auch, weil die Schnittstelle von den meisten Herstellern und Anwendern unterstützt wird.

Im Gegensatz zum Universal Serial Bus (USB) benötigt RS-232 als Kommunikations-Schnittstelle keinen speziellen Treiber für das eingesetzte Betriebssystem. Daraus resultieren ein geringerer Supportaufwand sowie der Schutz vor Systemeinstürzen bei möglichen Programmierungsfehlern im Treiber. Mit dem COM-Port sind Probleme in der Praxis selten. Sollten doch Probleme auftreten, ist es möglich, ganz einfach die Hardware auszutauschen, ohne in die sensible Software-Umgebung eingreifen zu müssen.

Sicherheit spielt im industriellen Bereich ohnehin eine tragende Rolle. Auch hier kann der COM-Port punkten: Durch die Kabelverschraubung schützt er das Innere des PCs vor Staub oder Feuchtigkeit in Produktionshallen, was wiederum die Gesundheit eines Mini-PCs verbessern und dessen Lebensdauer erhöhen kann.

Unterschied RS-232, RS-422 und RS-485

Neben dem COM-Port gibt es auch noch weitere serielle Schnittstellen, die in manchen unserer Mini-PCs einen Platz haben. Zum einen gibt es den RS-422-Standard, auch als EIA-422 bekannt, und zum anderen den RS-485 oder EIA-485-Standard.

Der RS-422 steht für eine leitungsgebundene differentielle und serielle Datenübertragung. Im Gegensatz zum RS-232 mit unsymmetrischer Signalübertragung, fordert RS-422 eine symmetrische Übertragung.

Der RS-485- oder EIA-485-Standard steht wie RS-232 für eine asynchrone serielle, aber auch wie RS-422 für eine symmetrische Datenübertragung.

Wie oben schon genannt, liegt die maximale Distanz für RS-232 bei 15 Metern. Außerdem kann diese serielle Schnittstelle nur einen Sender und einen Empfänger haben, wohingegen der RS-422 bis zu 10 Empfänger adressieren und eine maximale Leitungslänge von bis zu 1200 Metern haben kann. Der RS-485 setzt mit bis zu 32 Empfängern und bis zu 4000 Metern Kabellänge noch einen drauf.

Das Warten hat ein Ende: Intels 10-nm-Chips kommen

Nach jahrelanger Verzögerung hat Intel endlich die Produktion von Prozessoren in 10-Nanometer-Technik gestartet. Die ersten Ice-Lake-CPUs sollen in Notebooks verbaut werden und im Herbst 2019 auf den Markt kommen. Was die Neuen so können? Im Gegensatz zu Chips aus 14-nm-Produktion sind sie zum einen stromsparender, gleichzeitig aber auch wesentlich leistungsfähiger. Dazu gehören eine bessere Grafik, WiFi-6-Unterstützung, die Möglichkeit vier Thunderbolt 3-Ports anzuschließen sowie eine integrierte KI. Die bisher produzierten CPUs der Ice-Lake-Generation gehören zur U und Y Reihe, Intel macht es uns jedoch etwas komplizierter und benennt diese nicht mehr eindeutig. Mehr dazu bei Tom’s Hardware. Übrigens plant Intel bereits 7-nm-Chips, die ab 2021 kommen sollen.

Quellen: wired.com, intel.de, heise.de.

Erfolg für AMD Ryzen: Höhere Nachfrage als erwartet

AMDs aktuelle Geschäftszahlen können sich sehen lassen. Die Ryzen-3000-CPUs, die Anfang Juli für das Desktop-Segment gelauncht wurden, sind erfolgreich gestartet. Nicht zuletzt dank ihrer guten Leistung bei gleichzeitig niedrigem Stromverbrauch. Die Nachfrage nach den Prozessoren Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3800X ist jedoch so hoch, dass sie derzeit kaum noch lieferbar sind. AMD gab an, mit diesem Erfolg nicht gerechnet zu haben. Eine Nachlieferung solle in kürze erfolgen. Des Weiteren teilte AMD mit, dass gerade ein High-End-Grafikchip auf Basis der RDNA-Architektur (dazu gehören auch die aktuellen “Navi”-Chips) entwickelt wird sowie dass in Kürze auch Mobil-CPUs aus 7-Nanometer-Produktion veröffentlicht werden.

Quellen: PC Games Hardware, Gamestar.

Mondlandung bewiesen: Raytracing mit Nvidia Turing

Um die Möglichkeiten der neuen Turing-Grafikkarten zu zeigen, hat sich Nvidia etwas Besonderes einfallen lassen. Das bereits 2014 veröffentlichte Demo-Video der Mondlandung, mit dem Nvidia schon damals beweisen wollte, dass die Mission der Apollo 11 wirklich stattgefunden hat, wurde mit Raytracing erweitert und zeigt nun auch wie die Lichtverhältnisse zum Zeitpunkt der Mondlandung tatsächlich waren. Der Grafikkartenhersteller hat dafür diverse Details, wie das Material der Raumanzüge und den Staub auf der Mondoberfläche untersucht. Für das Video wurden mittels Raytracing mehrere Millionen virtuelle Sonnenstrahlen berechnet, die vom Mond reflektiert werden und Schatten werfen.

Quellen: Techcrunch.com, golem.de, Computerbase.de.

Mehr Akzeptanz fürs Internet of Things: Der Microsoft IoT Signals Report

In seinem Forschungsbericht IoT Signals verschafft uns Microsoft einen großen Überblick über die Verbreitung von IoT. Über 3.000 Entscheidungsträger wurden weltweit befragt und die Ergebnisse sprechen für sich: Von den 85 Prozent der Befragten, die bereits eigene IoT-Projekte durchführen, halten 88 Prozent diese als entscheidend für den Erfolg ihres Geschäfts. Jedoch äußerten auch 97 Prozent der Befragten Sicherheitsbedenken. Weitere Herausforderungen sind die Komplexität der Technik, der Fachkräftemangel sowie teilweise zu hohe Kosten. Nichtsdestotrotz erwarten Marktforscher des IDC, dass bis 2025 um die 41,6 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sind.

Quelle: blogs.microsoft.com, Computerwelt.

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Ob zur Verbindung mit dem Internet oder dem Anschluss von externen Peripheriegeräten: Immer sind Kabel im Spiel. Werden diese nicht richtig ausgewählt und montiert, können sie leicht herausreißen oder brechen und so den Mini-PC beschädigen. Welche Möglichkeiten gibt es den Mini-PC davor zu schützen?

Zugentlastung

Für flexible elektrische Leitungen, dazu zählen auch Kabel, gibt es eine mechanische Schutzvorrichtung, die sogenannte Zugentlastung. Diese ist für ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel, (beispielsweise Kabel, Leiterplatten, Audio-Steckverbinder) Pflicht und nach EN 62444 genormt.

Die Zugentlastung besteht aus Metall- oder Kunststoffschellen, die durch Einklemmen des Kabels das Herausreißen verhindert.

Zugentlastung im Einsatz

Kabelverschraubung

Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von verschraubbaren Kabeln, welche unter anderem auch der Zugentlastung dienen. Die Vorteile sind vielfältig. Ein verschraubtes Netzteil zum Beispiel (siehe Abb. 3), kann nicht mehr einfach oder aus Versehen gezogen werden. So bleibt der PC mit Strom versorgt und das Betriebssystem vor eventuellen Schäden durch einen plötzlichen Reset verschont. Ein weiterer Vorteil von verschraubbaren Kabeln ist bessere Isolation, vor allem am Gehäuse eines Mini-PCs. Äußere Einflüsse wie Staub oder Feuchtigkeit in Produktionshallen können durch die feste und dichte Verbindung nicht mehr ins Innere des Systems gelangen und verlängern somit die Lebensdauer eines Mini-PCs.

Für die Kabelverschraubung sind heutzutage nach DIN EN 60423 metrische Gewinde vorgeschrieben, sowie eine Mindest-Schutzart von IP54. Zum Schutz von Menschen vor potentieller Gefährdung bei Benutzung der Geräte sind jedoch Schutzarten von IP65, welches als staub- und wasserstrahlgeschützt, und IP68, welches als staub- und wasserdicht deklariert ist, üblich.

Welche Kabel und Anschlüsse sind verschraubbar?

Nach all der Theorie nun zur Praxis: Welche Kabel sind überhaupt verschraubbar? Zu den wohl gängigsten gehören die serielle Schnittstelle RS-232, besser bekannt als COM, und die Multimediaschnittstellen VGA und DVI (siehe Abb. 2). Deren Buchsen und Stecker sind standardmäßig mit Gewinden ausgestattet und können daher nicht so leich abgezogen werden.

Weitere Sicherungsmöglichkeiten

Es gibt aber auch Kabel, die sicher und fest im Anschluss sitzen bleiben, ohne verschraubt werden zu müssen. Dies gilt zum einen für das LAN-Kabel und zum anderen für die Multimediaschnittstelle DisplayPort. Beide setzen auf das Prinzip von einrastenden Haken, sogenannte Verriegelungsnasen, die dafür sorgen, dass das Kabel auch wirklich hält. Beim Lösen des Kabels wird die Nase auf der Steckeroberseite ganz einfach heruntergedrückt.

Das HDMI-Kabel ist eine Sache für sich. Da es von Grund auf eigentlich keine Sicherung hat, um fest im Anschluss zu bleiben, gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, die dies gewährleisten sollen. Da wären zum einen Kabelüberzüge aus Silikon oder auch einzeln erhältliche HDMI-Kabel, die mit einem Mechanismus ausgestattet sind, mit dem eine Art Verriegelungssystem manuell ein- und ausgestellt werden kann.

AMD Ryzen™ mit Radeon™ Vega Grafikkarte

Anfang 2018 wurden die ersten AMD Ryzen™ Desktop-Prozessoren mit integrierter Radeon™ Vega Grafikkarte veröffentlicht. Dank dieser All-in-One-Lösung benötigt der User keine separaten Prozessoren und Grafikkarten mehr – perfekt für alle, die auf Desktopsysteme setzen und eine hohe Leistung benötigen. Laut AMD bieten die Ryzen™ Prozessoren mit Radeon™ Vega Grafikkarte dank 4 Kernen und bis zu 8 Threads „leistungsstarkes Multiprocessing out-of-the-box“. Außerdem sollen sie bei Anwendungen, welche die GPU-Beschleunigung nutzen, eine noch höhere Reaktionsfähigkeit bieten.  (Quelle: amd.com)

Duplizieren & erweitern: Multi-Monitor über Windows Einstellungen

Die einfachste Art und Weise um ein Display beim Einsatz einer AMD-Grafikkarte zu duplizieren oder zu erweitern ist – ebenso wie bei Intel und Nvidia – über die Windows Einstellungen. Diese sind mithilfe eines Rechtsklicks auf dem Desktop entweder unter dem Namen „Bildschirmauflösung“ (Windows 7) oder „Anzeigeeinstellungen“ (Windows 10) zu finden. Wer’s noch schneller haben will, verwendet den Shortcut Windows-Taste und P.

Eyefinity Technologie: AMD Catalyst und Crimson

Auch AMD bietet im Bereich des Multi-Monitoring ein spezielles Feature. Es hört auf den Namen „Eyefinity“ und ist eine Technologie, mit welcher der Bildschirm multipliziert wird. Diese Technologie ist vor allem für Gamer und professionelle Anwender und Entwickler gedacht. Mithilfe der Radeon™ Grafikkarten können bis zu sechs Bildschirme angeschlossen werden.

Die Einstellungen für Eyefinity befinden sich jedoch nicht in den Standard Windows Einstellungen, sondern im AMD eigenen Grafikkarten-Treiber-Tool. Dieses hieß einst „Catalyst Control Center“ – kurz CCC – wurde im Jahr 2015 aber durch die AMD Radeon Software „Crimson“ ersetzt. Auch dieses ist über Rechtsklick auf dem Desktop aufzurufen. Wie genau eine Eyefinity Display Gruppe aufgesetzt wird, zeigt dieses Video.

Non-Embedded AMD GPUs

Selbstverständlich gibt es neben den Embedded-GPUs auch Grafikprozessoren, die nicht im System eingebettet sind. Eine Übersicht dieser Desktop- und Mobil-Grafikprozessoren ist hier zu finden. Mittels einer nativen AGP-Schnittstelle können sich die GPUs problemlos auf PCI-Grafikkarten einsetzen lassen. Auch die Einstellungen für den Multi-Monitor-Betrieb bei nicht eingebetteten Grafikkarten sind identisch mit den oben beschriebenen.

AMD-Systeme bei spo-comm

Auch das Produktportfolio der spo-comm bietet zwei AMD basierte Mini-PCs. Zum einen unseren passiv gekühlten RUGGED Ryzen, der dank seiner Ryzen V1807B CPU mit integrierter Vega 11 GPU und insgesamt vier DisplayPorts Inhalte in einer Auflösung von 4K@60Hz auf vier Bildschirmen gleichzeitig abspielen kann. Das zweite System ist das AMD Pendant zu unserem Bestseller im Digital Signage-Bereich KUMO V. Auch der KUMO Ryzen ist mit dem leistungsstarken Ryzen V1807B Prozessor ausgestattet, der die Grafikeinheit Vega 11 mit sich bringt. Durch die vier DisplayPort 1.4-Schnittstellen ist das System so perfekt geeignet für den Einsatz in Digital-Signage-Anwendungen im High End-Bereich.

Entdecken Sie die KUMO-Reihe

SmartFan bei aktiver Kühlung im Mini-PC

Sollten Sie sich für einen Mini-PC mit aktiver Kühlung entscheiden, das heißt für ein System mit Lüfter, so gibt es verschiedene Methoden um dafür zu sorgen, dass der PC eine höhere Lebenserwartung hat. Denn wer Aktive Kühlung sagt, muss auch BIOS-Einstellungen sagen.

Gut zu wissen: Was ist BIOS?

Was ist SmartFan?

Eine aktive Kühlung kühlt einen Mini-PC mithilfe von Ventilatoren. Dank der SmartFan-Technologie wird die Drehgeschwindigkeit der Ventilatoren an die notwendigen Bedürfnisse angepasst. Diese hängen beispielsweise von der Auslastung des PCs ab. Wie der Name “SmartFan” also “schlauer Lüfter” schon vermuten lässt, geschehen diese Anpassungen ganz automatisch. Die verschiedenen Werte, unter anderem die aktuelle CPU- beziehungsweise Systemtemperatur, können im BIOS unter dem Punkt “PChealth” eingesehen werden (siehe Abb. 1).

Manuelle Einstellung von SmartFan-Werten

Nun kann es jedoch sein, dass ein aktiv gekühlter Mini-PC in einem Büro eingesetzt wird und durch die hohe Drehgeschwindigkeit zu laut ist. In solchen Fällen lässt sich der “CPU Fan Smart Mode” im BIOS auch auf “Manual Mode” setzen (siehe Abb. 2). Dies erlaubt, alle zuvor automatisch angepassten Werte manuell einzustellen. Wie es aussehen kann, wenn die “Fan Start Temperature”, also die Temperatur, bei der der Lüfter anfängt zu drehen, manuell eingestellt wird zeigt Abbildung 3.