Das Ende der Kabelkrise dank CAN

Das Akronym CAN steht für Controller Area Network und bezeichnet ein serielles Bussystem, also ein System, bei dem Daten zwischen mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Weg übertragen werden. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit liegt beim (Highspeed-)CAN-Bus bei 1 Mbit/s, sie hängt jedoch auch von Parametern wie der Leitungslänge und Busauslastung ab.

Zweck des im Jahr 1983 von Bosch entwickelten Systems ist, Kabelbäume in Fahrzeugen zu reduzieren – denn diese waren dato bis zu 2 Kilometer lang.

Der CAN-Bus im Fahrzeug

Da Autos immer mehr Daten produzieren, steht auch die Elektronik immer weiter im Fokus. Damit die elektronischen Geräte in Fahrzeugen ohne Probleme miteinander arbeiten können, benötigen sie eine einheitliche Kommunikation bzw. Plattform. Diese wird durch den CAN-Bus gewährleistet.

Zu den elektronischen Geräten zählen unter anderem Sensoren und Steuergeräte. Von letzteren können in modernen Oberklassen-PKWs bis zu 50 vorhanden sein. Jedes davon ist über eine CAN-Schnittstelle mit dem Bus verbunden und prüft die Daten auf deren Inhalt und Priorität. Versuchen mehrere Steuergeräte gleichzeitig Informationen zu senden, wird die Nachricht mit der höchsten Priorität zuerst gesendet und die anderen folgen nach absteigender Priorität. Dank sogenannter „Identifier“ werden die Informationen dann vom richtigen Gerät verarbeitet.

Vorteile beim Einsatz des CAN-Bus:

  • Geringerer Verkabelungsaufwand
  • Wirtschaftlichere und einfachere Realisierung von steuergerätübergreifender Kommunikation, beispielsweise beim ESP
  • Eindeutige Erkennung von Fehlern und Unterbrechungen dank hoher Übertragungssicherheit

Mini-PCs im Fahrzeug

Auch in den Reihen unserer Mini-PCs befinden sich einige Modelle, die für die verschiedensten Einsatzszenarien im Fahrzeug ausgelegt sind. Hierzu gehört zum einen die MOVE-Reihe und zum anderen die RUGGED-Reihe, die erst vor kurzem einen neuen Mini-PC – den RUGGED Ryzen – begrüßen durfte. Alle Modelle können optional mit einem CAN-Bus-Modul ausgestattet werden, um oben beschriebenem Szenario gerecht zu werden.

Mehr über Vehicle-PCs, was sie auszeichnet und wo sie eingesetzt werden können, haben wir in einem anderen Artikel zusammengefasst.

Hier geht’s zu unseren Vehicle-PCs

Wie funktionieren Vehicle-PCs?

Ein Mini-PC, der für den Einsatz in Fahrzeugen geeignet ist, zeichnet sich durch verschiedene Faktoren aus. Zum einen sollten Vehicle-PCs keine beweglichen Teile besitzen, damit sie Schock und Vibrationen problemlos aushalten. Daher werden sie passiv, das heißt lüfterlos, gekühlt  und im Idealfall wird eine SSD statt einer HDD verbaut. Das robuste Design und ein komplett geschlossenes Gehäuse schützen zudem vor Staub und Feuchtigkeit. Damit der In-Vehicle-PC die Spannungsspitzen beim Starten des Motors aushält benötigt er einen wide range Strominput von 9-36 Volt, teilweise geht dieser sogar bis 48 Volt. Des Weiteren ist eine kompakte Bauform von Vorteil, da das Platzangebot in Fahrzeugen begrenzt ist. Mini-PCs sind daher immer die erste Wahl. Auch ein erweiterter Temperaturbereich ist wichtig, da Vehicle-PCs quasi Outdoor eingesetzt werden und so auch Minusgrade und Hitze aushalten sollten.

Je nach Anwendungsgebiet können Vehicle-PCs noch mit Erweiterungen ausgestattet werden. Dazu gehören GPS sowie 3G oder 4G-Module. Teilweise sind sogar zwei SIM-Karten-Slots vorhanden, was die Erreichbarkeit im Mobilfunknetz noch erheblich verbessert. Wer einem plötzlichen Ausschalten des PCs, zum Beispiel durch Abwürgen des Motors, vorbeugen will, kann sich ein Battery-Pack besorgen, das den PC weitere 10 Minuten mit Strom versorgt und so Datenverlust verhindert.

Wo werden Vehicle-PCs eingesetzt?

Die Anwendungsbereiche für Vehicle-PCs sind vielfältig. Ein Beispiel sind Einsatzfahrzeuge wie Krankenwägen, Polizeiautos oder Zollfahrzeuge. Zudem lassen sich mit fahrzeugtauglichen Mini-PCs mobile Einsatzzentralen und mobile Überwachungsplattformen ausstatten. Auch in der Fahrzeugentwicklung sind Vehicle-PCs gefragt. Diese können zum Beispiel in Prototypen die Vorgänge beim Fahren überwachen, messen und überprüfen. Beim Teilbereich autonomes Fahren werden Vehicle-PCs mit enormer Rechenleistung benötigt. Hierbei müssen Bilder mehrerer Kameras sowie Messergebnisse verschiedener Sensoren ausgewertet und mittels künstlicher Intelligenz und Deep Learning verarbeitet werden. Ein weiterer Anwendungsbereich ist Digital Signage bzw. Infotainment. In Bussen, Zügen, U-Bahnen und selbst Taxis sind Bildschirme mit Nachrichten, Wettervorhersage und Werbung keine Seltenheit mehr.

Welche Vehicle-PCs hat spo-comm im Angebot?

Im Angebot der spo-comm findet jeder das passende Produkt für seine spezifische Fahrzeuganwendung. Zu den Vehicle-PCs gehören die Modelle der MOVE-Reihe: Der MOVE N3160 und, für alle die etwas mehr Power brauchen, der MOVE QM87. Auch die neueren Modelle der RUGGED-Reihe sind für den Einsatz in Fahrzeug geeignet: Der RUGGED Q170, der RUGGED Ryzen auf AMD-Basis sowie unser Grafikwunder RUGGED GTX1060 Ti, das mit einer NVIDIA Geforce Grafikkarte ausgestattet ist und auch Mulitmonitor-Anwendungen ermöglicht.

spo-comm Vehicle-PCs entdecken

Tschüss Thunderbolt 3, Hallo USB 4

Die USB Promoter Group hat kürzlich den neuen Standard USB 4 angekündigt. Dieser basiert auf Thunderbolt 3 und ermöglicht so sensationelle Datentransferraten von bis zu 40 GBit/s, das sind doppelt so viel wie bei der aktuellen Version USB 3.2 Gen2x2. Der Hintergrund: Intel übergibt seine Spezifikation von Thunderbolt an das USB-IF (Universal Serial Bus Implementers Forum). So können die Hersteller in Zukunft passende Chips herstellen, ohne die bei Thunderbolt nötigen Lizenzgebühren zu zahlen. Sicher ist bisher außerdem, dass auf jeden Fall USB Type C erforderlich ist – dafür kann der neue Anschluss auch DisplayPort-1.2- sowie HDMI-Signale übertragen und Geräte mit bis zu 100 Watt aufladen. Wann die ersten Geräte mit USB 4 entwickelt werden, ist noch unklar. Vielleicht mit Intels neuer CPU-Generation Ice Lake, die Ende 2019 kommen soll.

Quellen: golem.de, heise online, GameStar.

10-mal so schnell: Der neue 5G-Standard

Auf dem Mobile World Congress (MWC) Ende Februar in Barcelona war der neue Mobilfunkstandard 5G eines der großen Themen. Samsung, Huawei, LG und weitere Hersteller haben bereits Smartphones vorgestellt, die 5G unterstützen. Aber wie ist eigentlich der aktuelle Stand? Der 5G-Standard ist der Nachfolger von 4G/LTE und baut auf diesem auf. Mit Datenraten von bis zu 20 Gbit/s kann die 10-fache LTE-Geschwindigkeit erreicht werden. In Deutschland soll es ab 2020 erste Mobilfunknetze geben, jedoch liegt die Priorität beim Ausbau zunächst darauf, außerhalb liegende Ortschaften, die bisher kein Mobilfunknetz haben, zu erschließen. Ein schnellerer Mobilfunk ist erstmal weniger wichtig. Erschwerend kommt für den Ausbau in Deutschland noch hinzu, dass sich die Versteigerung der 5G-Frequenzen verzögert. Aufgrund der strengen Versorgungsauflagen, haben die großen Mobilfunkanbieter Telefónica, Vodafone und Telekom erstmal den Stopp der Auktion beantragt.

Quellen: golem.de, heise online. Beim informationszentrum-mobilfunk.de werden zudem die drei unterschiedlichen Anwendungsbereiche des 5G-Netzes erklärt. 

Embedded World und Internet World: spo-comm auf Messebesuch

In den letzten Wochen fanden gleich zwei spannende Messen in unserer Nähe statt, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Ende Februar besuchten mehrere Kollegen aus Vertrieb, Marketing und Technik die Embedded World in Nürnberg. Dort informierten wir uns über die neuesten Trends der Branche und trafen ein paar unserer Kunden und Partner.

Mitte März ging es dann für unser Marketing-Team auf die Internet World Expo in München. Hier nutzten wir vor allem das umfangreiche Vortragsangebot und hörten tolle Speaker zu Themen wie SEO, SEA, UX und Content Marketing. Wir konnten viele neue Ideen und Anregungen mitnehmen und werden in den nächsten Wochen bestimmt einiges davon umsetzen.

Fake faces am laufenden Band: Die Möglichkeiten von KI

Zum Abschluss noch ein Thema, dass die spannenden Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz zeigt und uns sehr fasziniert hat: die Website ThisPersonDoesNotExist.com. Diese zeigt mit jeder Aktualisierung ein neues Gesicht, das mittels KI künstlich erstellt wurde, aber so realistisch aussieht, dass es sich nicht von einem echten Foto unterscheiden lässt. Der Algorithmus, der hier zum Tragen kommt, nutzt ein sogenanntes GAN (generative adversarial network), das aus einem großen Datensatz an echten Bildern neue künstliche Beispiele kreiert. Der StyleGAN Algorithmus wurde von NVIDIA entwickelt und letztes Jahr als open source veröffentlicht.

Quelle: The Verge.

Unsere spo-comm Mini-PCs

Vulkan ist eine Programmierschnittstelle (API) mit dem Schwerpunkt 2D- und 3D-Grafik. Da sie als Nachfolger für OpenGL geplant war, wurde die API zunächst Next Generation OpenGL oder auch glNext genannt. Als sogenannte Low-Level-API oder auch Low-Overhead-API ermöglicht Vulkan eine hardwarenähere Programmierung als zum Beispiel DirectX und gibt den Entwicklern einen direkten Zugang und so mehr Kontrolle über die Grafikeinheit. Zudem kann die Arbeit besser auf die verschiedenen CPU-Kerne verteilt werden. Dies alles erhöht die Rechenleistung sowie die Effizienz und reduziert zugleich die Anzahl an Treibern und Treiber-Overhead.

Gut zu Wissen: Was ist DirectX?

Wie wurde Vulkan entwickelt?

Vulkan wurde von der Khronos Group entwickelt. Es basiert auf AMDs Low-Level-API Mantle, das heißt, es wurde auf Komponenten von Mantle aufgebaut. AMD hatte seine API der Khronos Group gespendet. So hatte diese eine Grundlage, um eine eigene Low-Level-API zu entwickeln, die dann als plattformübergreifender Standard für die gesamte Industrie gelten könnte. Vulkan wurde erstmals 2015 auf der GDC angekündigt und ist im Februar 2016 erschienen. Die aktuelle Version ist 1.1.101 und stammt aus dem Februar 2019.

Wer kann Vulkan nutzen?

Vulkan ist quelloffen sowie plattformübergreifend und wird von allen großen Hardwareherstellern, wie Intel, AMD und Nvidia unterstützt. Zudem ist es kompatibel mit diversen Betriebssystemen und kann so unter Windows, Linux, Android, macOS, iOS und anderen genutzt werden. Folglich läuft Vulkan auch auf einer Vielzahl an Geräten wie PCs, Konsolen, Smartphones und Embedded-Plattformen.

Mehr Informationen sind bei Techcrunch und golem.de zu finden.

Mantle ist eine Programmierschnittstelle (API) für Grafikausgaben. Es ist 2013 erschienen und wurde von AMD entwickelt, ursprünglich gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Dice, dessen PC-Spiel Battlefield 4 das erste Spiel mit Mantle war. Die API sollte eine Alternative zu OpenGL und Direct3D (= ein Teil von DirectX), darstellen.

Gut zu wissen: Was ist OpenGL?

Was unterscheidet Mantle von anderen Grafik-APIs?

Mantle ist eine sogenannte Low-Level-API, also eine schlanke Programmierschnittstelle. „Low-Level“ bedeutet, dass die API eine systemnahe Programmierung ermöglicht. Entwickler haben, ähnlich wie bei der Programmierung auf Konsolen, mehr Kontrolle und können die vorhandene Hardware so effektiver nutzen. Dadurch wird die Leistung von CPU und Grafikeinheit gesteigert. Zudem wird der Treiber-Overhead (= Daten, die nur zum Übermitteln oder Speichern benötigt und nicht primär genutzt werden) sowie der Speicherbedarf reduziert und Multithreading vereinfacht. Mehr Informationen und ein ausführlicher Testbericht sind bei golem.de zu finden.

Ist Mantle plattformübergreifend?

Zum Teil: Mantle unterstützt zwar die GPUs in der PlayStation 4 und der Xbox One, jedoch nicht die Grafikchips anderer PC-Hardware-Hersteller wie Intel oder Nvidia.

Wie sieht die Zukunft von Mantle aus?

Aufgrund der starken Konkurrenz von anderen, plattformübergreifenden APIs kündigte AMD im März 2015 an, Mantle nicht mehr weiterzuentwickeln. Stattdessen wurden DirectX12 und Vulkan, welches auf Mantle aufbaut, empfohlen.

Was heißt “CUDA”?

Der Begriff CUDA ist das Akronym von “Compute Unified Device Architecture”.

Was genau ist CUDA?

CUDA ist eine NVIDIA Architektur für parallele Berechnungen. Durch die zusätzliche Nutzung des Grafikprozessors wird die Rechenleistung eines PCs gesteigert.

Früher waren OpenGL und DirectX die einzige Möglichkeit mit GPUs zu interagieren, diese APIs waren jedoch überwiegend für Multimedia Anwendungen geeignet. Berechnungen wurden dagegen nur auf der CPU ausgeführt.

Da Grafikkarten ideal für rechenintensive, stark parallel arbeitende Prozesse sind, nutzen neue Betriebssysteme (Windows 7 und aufwärts) die GPUs nun nicht mehr nur für Grafikberechnungen, sondern als Mehrzweck-Parallelprozessor, auf den jede Anwendung zugreifen kann. So laufen Berechnungen mittlerweile parallel auf der CPU und dem Grafikprozessor, was die Performance enorm steigert. NVIDIA CUDA unterstützt dies und ermöglicht eine einfache und effiziente parallele Entwicklung. Mittlerweile gibt es tausende Anwendungen, unzählige Forschungsberichte und eine große Auswahl an CUDA Tools und Lösungen.

Was ist ein CUDA Core?

Üblicherweise werden CUDA Cores bzw. Kerne als Äquivalent zu CPU Kernen betrachtet. Jedoch sind die CUDA Cores weniger komplex und treten gleichzeitig in viel größeren Zahlen auf. Während die üblichen Intel-CPUs zwischen 2 und 8 Kernen besitzen, hat beispielsweise die NVIDIA Quadro P1000, die in unserem gleichnamigen Mini-PC verbaut ist, 640 CUDA Cores. Bei High-End-Grafikkarten, wie NVIDIAS Turing-Generation sind es oft über 4000 Kerne. Diese hohe Anzahl ist nötig, da oft viele komplexe Grafikberechnungen gleichzeitig ausgeführt werden müssen. Da GPUs jedoch auf diesen Zweck spezialisiert sind, sind die Kerne auch wesentlich spezifischer konstruiert und daher auch kleiner als bei CPUs.

Eine ausführliche Erklärung zu dem Thema findet sich bei Gamingscan. Wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte und sich für den genauen Unterschied zwischen CUDA Cores und CPU Kernen interessiert, sollte sich das Video “Why CUDA ‘Cores’ Aren’t Actually Cores” von Gamers Nexus ansehen.

In welchen Bereichen wird CUDA angewendet?

CUDA wird in den verschiedensten Bereichen angewendet. Zum einen in der Bild- und Videoverarbeitung, aber auch im medizinischen Bereich, zum Beispiel bei CT-Bildrekonstruktionen. Die Bereiche KI, Deep Learning und Machine Learning setzen ebenfalls oftmals auf CUDA, denn hier sind anspruchsvolle Entwicklungsumgebungen gefragt. Weitere Themen sind Computerbiologie und –chemie, Raytracing, seismische Analysen und vieles mehr.

Welches ist die aktuelle Version von CUDA?

Seit CUDA 2006 eingeführt wurde hat es sich enorm weiterentwickelt. Im Oktober 2018 wurde, zusammen mit der Einführung der neuen Turing-GPUs, CUDA 10 vorgestellt. Mehr Infos über die neuen Features sind bei heise.de und auf dem NVIDIA Developer Blog zu finden.

Wie wird CUDA programmiert?

Bei der Nutzung von CUDA können die Programmiersprachen C, C++, Fortran, Python und MATLAB verwendet werden.

Wie kann CUDA genutzt werden?

Mit CUDA kann unter Windows, Linux und Mac OS gearbeitet werden, vorausgesetzt man hat die richtige Hardware. Dies sind Grafikkarten der NVIDIA Reihen GeForce, Quadro und Tesla sowie NVDIA GRID solutions. Eine Übersicht über CUDA-fähige GPUs ist bei NVIDIA zu finden. Das CUDA Toolkit kann einfach bei NVIDIA heruntergeladen werden.

Der Begriff OpenGL ist die Abkürzung von „Open Graphics Library“ (dt.: „Offene Grafikbibliothek“) und beschreibt eine Programmierschnittstelle (API) zur Entwicklung von 2D- und 3D- Grafikanwendungen. OpenGL ist plattform- und programmiersprachenübergreifend. Wie auch bei DirectX, erleichtert die API die Entwicklung von Grafikanwendungen und -software, da diese nur an den OpenGL-Standard und nicht an diverse Betriebssysteme und verbaute Grafikhardware angepasst werden müssen. Der OpenGL-Standard beschreibt etwa 250 Befehle, andere Organisationen – wie Hersteller von Grafikkarten – können proprietäre (d.h. herstellergebundene) Erweiterungen definieren.

Gut zu wissen: Was ist DirectX?

Wo kommt OpenGL zum Einsatz?

Anwendungen, bei denen OpenGL genutzt wird, sind Computerspiele, Virtual Reality, Augmented Reality, 3D-Animationen, CAD und andere visuelle Simulationen.

Wie wird OpenGL genutzt?

OpenGL wird von den meisten gängigen Betriebssystemen unterstützt, dazu gehören zum Beispiel Microsoft Windows, macOS, Solaris, Linux, Android, Apple iOS, Xbox 360 und einige mehr. Die API verfügt über Sprachbindungen für die Programmiersprachen C, C++, Fortran, Ada, und Java.

Wie ist OpenGL entstanden?

OpenGL ist 1992 erschienen. Ursprünglich entwickelte der ehemalige PC-Hersteller Silicon Graphics (SGI) die proprietäre Programmierschnittstelle IRIS GL. Nach einiger Zeit wurde die API überarbeitet, der proprietäre Programmcode entfernt und IRIS GL als Industriestandard OpenGL veröffentlicht. Neue Funktionen wurden oft zunächst als herstellerspezifische Erweiterungen eingeführt. Mit der Zeit wurden sie dann herstellerübergreifend verwendet um im Idealfall anschließend als neue Kernfunktionen eingeführt zu werden. So wurde OpenGL immer weiterentwickelt bis hin zur aktuellen Version 4.6. Seit Juli 2006 ist die Khronos Group – ein Industriekonsortium zu dem unter anderem Intel, AMD, Nvidia, Apple und Google gehören – für die Weiterentwicklung von OpenGL verantwortlich.

Wie sieht die Zukunft von OpenGL aus?

Im März 2015 wurde auf der Game Developers Conference die API Vulkan als Nachfolger für OpenGL vorgestellt. Die zunächst als „Next Generation OpenGL“ oder „glNext“ bezeichnete Programmierschnittstelle ist quelloffen und ebenfalls plattformübergreifend. Der Unterschied zu OpenGL liegt darin, dass bei der Programmierung mehr Fokus auf die Hardware gelegt wird, was die Rechenleistung deutlich steigert. Einige PC-Spiele unterstützen bereits Vulkan, der Großteil setzt aber auf DirectX. Vulkan wird ebenfalls von der Khronos Group entwickelt.

Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass ein PC nur so viele Monitore ansteuern kann, wie er Multimedia-Schnittstellen besitzt. Je nach Art der Ports, verbauter CPU und Grafikkarte, kann die Auflösung der abgespielten Inhalte variieren. Unsere spo-comm Mini-PCs sind alle mit mindestens zwei Multimedia-Schnittstellen ausgestattet.

Was ist ein duplizierter Bildschirm?

Bei einem duplizierten Bildschirm handelt es sich – wie es der Name schon sagt – um einen verdoppelten Bildschirm. Das bedeutet, dass auf zwei Displays ein und derselbe Inhalt zu sehen ist. Auch die Spiegelung auf ein Fernsehgerät oder einen Beamer ist selbstverständlich möglich.

How To: Um einen Bildschirm zu duplizieren, muss zunächst neben dem Hauptbildschirm ein zweiter angeschlossen und eingerichtet werden. Im Falle eines Windows-PCs gelangen Sie mit der Tastenkombination „Windows“ und „P“ in ein Menü, in dem Sie nun die Option „Duplizieren“ auswählen (siehe Foto 2, zweite Auswahl von links).

Was ist der erweiterte Desktop?

Der Unterschied des erweiterten Desktops gegenüber dem duplizierten Bildschirm liegt darin, dass bei Erstgenanntem die Anzeige nicht verdoppelt wird. Man sieht also auf jedem angeschlossenen Bildschirm einen anderen Inhalt. Der Vorteil liegt darin, dass die Erweiterung des Desktops mehr Platz zum Arbeiten oder Präsentieren von Inhalten schafft. Beispielsweise kann so auf einem der angeschlossenen Bildschirme aktiv gearbeitet werden, während der andere nur als eine Ablagefläche dient. Aber auch die im Digital-Signage-Bereich verwendeten Videowalls setzen auf den erweiterten Desktop. Da diese jedoch eher von leistungsstärkeren Grafikkarten gesteuert werden, erfahrt ihr in einem anderen Artikel, der bald veröffentlicht wird, mehr.

How To: Wie schon bei dem duplizierten Bildschirm muss auch für den erweiterten Desktop zunächst mindestens ein weiterer Bildschirm angeschlossen werden. Die Tastenkombination lautet ebenfalls „Windows“ und „P“, nur wählt man in der erscheinenden Anzeige dann die Option „Erweitert“ aus. Mit dem Auswählen dieser Option erzeugt Windows einen leeren Desktop auf dem zweiten Bildschirm, auf dem dann Programme und Fenster hingeschoben werden können.

Mehr spo-comm Wissen

DirectX ist eine Programmierschnittstelle bzw. API (kurz für „Application Programming Interface“)  für Multimediaanwendungen und Spiele unter Windows sowie auf der Spielekonsole Xbox. Es fungiert als Bindeglied zwischen der Hardware, dem Windows-Betriebssystem und dem jeweiligen Programm, das man benutzt, in der Regel Spiele. Da die Hardware (wie Grafikkarte, Soundkarte, Maus) und auch die Computerspiele von zahlreichen verschiedenen Herstellern kommen, garantiert diese einheitliche Schnittstelle einen reibungslosen Ablauf und erleichtert die Entwicklung neuer Produkte. Denn Spieleentwickler müssen so nur die Spezifikationen von DirectX beachten anstatt ihr Spiel an etliche Grafikkarten anzupassen.

Wie ist DirectX entstanden?

Ursprünglich wurde DirectX für PC-Spiele entwickelt. Als sich Microsoft Windows in den 1990er Jahren immer weiter ausbreitete, gab es zwar eine sogenannte WinAPI für Anwendungen, aber noch keine API für schnelle Grafik- und Audio-Wiedergabe, wie es für Spiele benötigt wurde. Diese wurden daher oft nur für MS-DOS entwickelt. Nach dem Erfolg des Spiels „Doom“ erkannte auch Microsoft das Potenzial von PC-Spielen und begann selbst Programmierschnittstellen für Windows 95 zu entwickeln. Infolgedessen wurde die Version 1.0 von DirectX veröffentlicht, es dauerte jedoch bis zur Version 3.0 bis DirectX von Spieleentwicklern ernstgenommen wurde. Mit den Jahren wurde DirectX immer weiter entwickelt, die aktuelle Version DirectX12 wurde 2014 vorgestellt.

Wie ist DirectX aufgebaut?

DirectX wird im gesamten Multimediabereich eingesetzt: bei der Darstellung von Grafik, Wiedergabe von Audio aber auch bei Eingabegeräten wie Maus und Joystick. Es besteht aus folgenden Teilen: DirectX Graphics ermöglicht den Zugriff auf die Grafikkarte; DirectSound ist für die Wiedergabe und Aufnahme von Ton verantwortlich und wurde mittlerweile von XAudio 2 abgelöst; DirectMusic ermöglicht die Wiedergabe von Musik; DirectInput ist der Standard für Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder einen Joystick, seit Windows XP wurde es durch XInput abgelöst; DirectPlay dient zur Kommunikation bei Multiplayerspielen und DirectShow zur Verarbeitung von Video- und Audio-Dateien.

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We love to maintain you: spo-comm IT-Monitoring

Ein Problem lösen, bevor es auftritt und seinen Kunden so vermeidbare Betriebsausfälle ersparen – ein Wunschtraum? Bald nicht mehr. Wir arbeiten gerade fleißig an einer Monitoring-Lösung, die mit zahlreichen Sensoren die gesamte Hardware unserer Mini-PCs überwacht. Auf der ISE 2019 wird es die ersten exklusiven Einblicke in das Ganze geben. Mehr Infos dann demnächst hier.

Innovation und Intelligenz: Windows 10 IoT Enterprise 2019 LTSC & SAC

Im Oktober 2018 hat Microsoft das neue Windows 10 IoT Enterprise 2019 vorgestellt. Darin enthalten sind alle Funktionsupdates seit der Version 2016. Die vorherige CBB Version, in der alle sechs Monate ein Update gemacht wird, wurde zu Windows 10 IoT Enterprise SAC (Semi-Annual Channel) umbenannt. In dieser Version sind auch diverse Windows System Apps (wie Microsoft Edge, Cortana) und Universal Apps (wie Mail/Calendar, OneNote, Weather, Music etc.) enthalten. Bei der LTSC-Version (Long-Term Servicing Channel) fehlen diese. Wie bisher werden, wie der Name schon sagt, zudem über zehn Jahre nur Sicherheitsupdates und keine Funktionsupdates zur Verfügung gestellt. Das Lizenz- und Preismodell mit den Stufen Entry, Value und High-End bleibt bestehen. Bei Elbacom findet sich eine aktuelle Prozessorenliste zum Download. Mehr Informationen über die innovativen Möglichkeiten die Windows 10 IoT der Industrie bietet sind auch auf dem Windows Blog zu finden.

Neues im Sortiment: spo-comm auf Ryzen

In unseren letzten News berichteten wir bereits über die Problematik rund um die aktuell schlechte Verfügbarkeit von Intel CPUs. Eine Lösung aus der Misere? Ein anderer Hersteller! spo-comm bringt in den nächsten Wochen gleich zwei Mini-PCs mit einer AMD Ryzen V1807 CPU auf den Markt. Unsere Techniker schwärmen bereits von der erstklassigen Performance des Prozessors, vor allem in Hinblick auf Grafikanwendungen.

Wissen was drin ist: Neues Gehäuse für KUMO IV

Da unser beliebtes KUMO IV zwei zusätzliche USB 3.1 Anschlüsse (einer davon Type C)  bekommen hat, musste ein neues Gehäuse her. Im Zuge dessen haben wir direkt mal diverse Anschlüsse bedrucken lassen, sodass diese nun auf den ersten Blick richtig erkannt und genutzt werden können. Und für alle Kunden, die ihren KUMO an öffentlichen Orten nutzen: Ab sofort bietet ein Kensington Lock Schutz vor Diebstahl.

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