SSDs mit der sogenannten „Power Guard“ Funktion arbeiten mit integrierten Tantalum Kondensatoren, die permanent mit 12 Volt geladen werden. Kommt es zum Stromausfall, kann die SSD somit als eine Art von USV fungieren. Der Strom in der SSD bleibt aufrechterhalten, bis alle Speicherprozesse abgeschlossen und die Daten gesichert sind. So kann Power Guard einen Datenverlust verhindern und für mehr Sicherheit sorgen.  Dies ist interessant für kritische Anwendungen im industriellen Umfeld sowie Netzwerk- und Servertechnik, aber auch für mobile und Fahrzeug-Lösungen.

Power Guard SSD jetzt bei spo-comm erhältlich

Entwickelt wurde diese USV-Technologie vom Speicherhersteller Cervoz, der mittlerweile Power Guard SSDs und mSATAs in verschiedenen Größen im Angebot hat. spo-comm bietet ab sofort für alle Mini-PCs im Sortiment optional auch eine 128 GB Power Guard SSD als Auswahl an. Auf Anfrage sind auch andere Größen erhältlich.

Mini-PCs mit Power Guard SSD entdecken

SSD-Trends auf der Computex: TLC und M.2

PCIe statt SATA – dieser Trend war auf der diesjährigen Computex in Taipeh ganz klar zu erkennen. Da die Hersteller bei SATA-SSDs keine Fortschritte bezüglich der Geschwindigkeit machen, liegt die Zukunft bei den wesentlich schnelleren PCIe-SSDs wie M.2. Zudem hat sich gezeigt, dass bei günstigeren SSDs nun immer häufiger TLC-Speicher mit 3 Bit pro Zelle verbaut wird.

Mehr Möglichkeiten beim Vehicle-Computing: Neues Zubehör für MOVE-Serie

Ab sofort bietet spo-comm noch mehr Zubehör für die beiden aktuellen Vehicle-PCs spo-book MOVE QM87 und spo-book MOVE N3160 an. Neu im Sortiment sind ein GPS-Modul zur Navigation und Ortung sowie ein CAN-Bus für spezielle Fahrzeuganwendungen.

Turbo-Takt bei 15 Watt TDP: Intel i-8000

Eine weitere Neuheit, die auf der Computex vorgestellt wurde, ist ein Vierkern-Prozessor der Intel Core i-8000-Generation. Das Besondere daran: Bei einer TDP (Thermal Design Power) von gerade mal 15 Watt sollen Turbo-Taktraten von bis zu 4 GHz erreicht werden. Die i7-CPU soll im Herbst 2017 erscheinen und bis zu 30 Prozent mehr Geschwindigkeit liefern als der vergleichende Core i7-7500U Prozessor der aktuellen Kaby-Lake-Generation.

Individuelles Branding: Customizing-Paket für Windows 10 IoT Enterprise

Um die Vorteile von Windows 10 IoT Enterprise optimal nutzen zu können, wird spo-comm bald ein Customizing-Paket anbieten. Damit kann das Betriebssystem soweit angepasst werden, dass Sie als Hersteller des Mini-PCs auftreten können – mit eigenem Logo, OEM-Informationen wie Firmenname, Website und Telefonnummer, angepasstem Anmeldebildschirm und vielem mehr. Das nach Ihren Wünschen angepasste Image wird dann bei uns sicher abgelegt und kann bei zukünftigen Bestellungen installiert werden.

Entdecken Sie alle unserer spo-comm Mini-PCs

Das Trusted Platform Module (TPM) ist ein Chip, der in vielen Systemen integriert ist und mehr Sicherheit bietet. Verwendung findet er vor allem in PCs, Notebooks, Mobiltelefonen aber auch in Unterhaltungselektronik. Bei einem Gerät mit TPM, angepasstem Betriebssystem und geeigneter Software spricht man von einer sogenannten Trusted Computing Platform (abgekürzt: TC-Platform).

Welche Vorteile bietet TPM?

Die Vorteile des TPM liegen in der Sicherheit bzw. Verschlüsselung sowie der Identifizierung von Geräten. So enthält jeder Chip einen eindeutigen kryptographischen Schlüssel, durch den – sofern der Eigentümer das Auslesen gestattet – der Rechner identifiziert werden kann.

Außerdem können im TPM kryptographische Schlüssel aufbewahrt werden um außerhalb des TPM Daten verschlüsselt zu speichern. Die Schlüssel werden innerhalb des TPM erzeugt, benutzt und sicher abgelegt, sodass sie vor Software-Angriffen geschützt sind. Weitere Vorteile sind ein besserer Lizenz- und Datenschutz. Der Besitzer des Systems kann Daten signieren, um seine Urheberschaft zu beweisen. Zudem können mithilfe des TPM Veränderungen am System erkannt werden, die z.B. durch Schadprogramme oder Nutzer vorgenommen wurden.

Welche Schlüssel finden sich im TPM?

Der Endorsement Key (EK) ist ein RSA-Schlüsselpaar (die Abkürzung RSA steht für die drei Mathematiker Rivest, Shamier und Adleman, die dieses kryptographische Verfahren entwickelt haben) und jedem TPM eindeutig zugeordnet. Die Schlüssellänge beträgt 2048 Bit. Das RSA-Schlüsselpaar besteht aus einem privaten Schlüssel zum Entschlüsseln oder Signieren von Daten, der das TPM nie verlassen darf, sowie einem öffentlichen Schlüssel, mit dem man verschlüsselt und Signaturen prüft. Der Schlüssel kann außerhalb des TPM erzeugt werden, zudem darf er gelöscht und neu erzeugt werden.

Der Storage Root Key (SRK) wird erstellt, wenn ein Admin oder Nutzer das System übernimmt, das heißt, wenn der Besitzer des Rechners wechselt. Der SRK ist ebenfalls ein RSA-Schlüssel mit einer Länge von 2048 Bit. Wie der Name schon andeutet, ist er die Wurzel des TPM-Schlüsselbaumes, da er weitere benutzte Schlüssel verschlüsselt.

Auch die Attestation Identity Keys (AIKs) sind RSA-Schlüssel mit 2048 Bit Länge. Sie werden mithilfe des Endorsement Keys hergestellt und schützen die Privatsphäre des Benutzers. Die AIKs sind quasi ein Pseudonym für den EK, damit dieser anonym bleiben kann.

Wie kann TPM verwendet werden?

Ausschlaggebend für die Verwendung von TPM, ist natürlich ein in die Hardware integrierter TPM-Chip. Dieser befindet sich teilweise von Haus aus auf dem Mainboard, alternativ kann das Modul oft optional verbaut werden, sofern ein TPM-Header vorhanden ist. Um TPM zu nutzen ist aber auch die passende Software nötig. Damit die Software nicht so leicht manipuliert werden kann, wird ein sicheres Betriebssystem, wie zum Beispiel Windows 10 IoT Enterprise  empfohlen.

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Welchen spo-comm Mini-PCs bieten TPM?

In den spo-comm Systemen spo-book WINDBOX III Advanced, spo-book NOVA CUBE Q87 und spo-book BOX N2930 ist ein TPM-Chip von Haus aus integriert (jeweils TPM 1.2). Der Nachfolger des spo-book WINDBOX III Advanced wird im dritten Quartal 2017 erscheinen und den 2014 veröffentlichten neuen Standard TPM 2.0 beinhalten. Zudem kann TPM optional in den Systemen spo-book TURO Q87, spo-book EXPANDED Q170 und spo-book NINETEEN Q170 verbaut werden.

Mehr High-End geht nicht: Intel Core i9 wird erwartet

Dass Intel noch diesen Sommer neue Skylake und Kaby-Lake-CPUs für High-End-PCs vorstellen wird, gilt als sicher. Das spannende daran: Laut geleakten Informationen soll nun auch ein Intel-Core-i9-Prozessor eingeführt werden. Ein derartig hochklassiges Modell wird zwar für Mini-PCs etwas überdimensioniert sein, trotzdem sind wir gespannt, was wir performancetechnisch von den neuen Super-CPUs erwarten können. Genauere Infos zu dem Thema gibt’s bei heise.de.

Intel AMT Problem: spo-comm reagiert mit neuen Treibern

Anfang Mai wurde eine Sicherheitslücke in Intels Active Management Technology (AMT) bekannt. Peinlich für Intel: Der Fehler ist relativ simpel, kann aber großen Schaden anrichten. Denn der Authentifizierungshash, mit dem Passwörter ver- bzw. entschlüsselt werden, wird nicht richtig überprüft, was es sehr einfach macht, sich in einen PC mit AMT zu hacken (golem.de erklärt das Problem noch genauer). spo-comm hat bereits reagiert und für alle Systeme mit Intel Management Engine neue Treiber online zur Verfügung gestellt.

Besseres Netz: 4G-Module jetzt verfügbar

Wie bereits angekündigt hat spo-comm nachgerüstet und bietet statt 3G nun 4G-Module für diverse Systeme an. Der neue Standard, der auch als LTE (Long Term Evolution) bezeichnet wird sorgt für höhere Datenraten und bietet daher noch schnelleres mobiles Internet. Ab sofort sind die Modelle spo-book WINDBOX III Advanced, spo-book ELIX H81 sowie die Vehicle-PCs spo-book MOVE N3160 und spo-book MOVE QM87 mit 4G-Modulen zu haben.

Internet of Things 2017: Smart Cities und Smart Transportation

Das Internet der Dinge (Internet of Things) ist immer noch eines der meistdiskutierten Themen in der Tech-Welt. Die Trends für 2017? Smart transportation und smart cities – das war zumindest der Fokus der einflussreichen Konferenz Enterprise IoT Summit, die im März in Texas stattfand. Dabei geht es unter anderem darum, die Sicherheit zu verbessern, Verkehr zu reduzieren und so die Lebensqualität zu steigern, sowie um Fuhrparksteuerung für diverse Fahrzeugarten und damit verbunden auch um die Vereinfachung von Wartung und Service.

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Alles aus einer Hand: Passende Kabel für spo-comm Systeme

Ab sofort bietet spo-comm noch mehr Zubehör an. In den nächsten Wochen werden nach und nach passende Kabel für spo-comm Mini-PCs erhältlich sein. Den Anfang machen Kaltgerätestecker für Schweiz und UK sowie Monitorkabel (2 Meter und 5 Meter) für diverse Bildschirmausgänge.

Noch schneller, noch besser: Bluetooth 5

Entwickler der Bluetooth Special Interest Group (SIG) haben vor einigen Wochen Bluetooth 5 vorgestellt. Die fünfte Version des beliebten Funkstandards verspricht eine schnellere Datenübertragung, weitere Entfernungen und spart dabei teilweise auch noch Strom. Diese Änderungen betreffen vor allem Bluetooth Low Energy (BLE) für kleine, stromsparende Geräte. Hier kann sich die Datenrate sogar verdoppeln. Hersteller der Funkchips haben bereits angekündigt, dass der neue Standard bald verfügbar sein wird.

Mehr Sicherheit für Mini-PCs: Trusted Platform Module (TPM)

Das Trusted Platform Module (TPM) ist ein Chip, der in viele Systeme integriert ist und dort für mehr Sicherheit sorgt. Mithilfe des TPM kann eine Festplatte verschlüsselt werden, außerdem lässt sich ein Rechner identifizieren und Veränderungen, zum Beispiel durch Schadprogramme, können erkannt werden. Mehr Infos zu TPM und den spo-comm-Systemen, denen dieser Chip innewohnt, gibt es bald auf unserem Wissensblog.

Steigende SSD-Preise durch hohe Nachfrage: Endlich Besserung in Sicht

Aufgrund der erhöhten Nachfrage bei NAND-Speichern (= ein Typ Flash-Speicher, der für SSDs verwendet wird), sind die Preise für SSDs in den letzten Monaten stark gestiegen. Dies liegt zum einen daran, dass SSDs aufgrund ihrer Vorteile grundsätzlich immer beliebter werden. Daraus erfolgt zudem ein erhöhter Bedarf am günstigeren TLC-Speicher. Zum anderen werden auch für Smartphones NAND-Module benötigt. Während für das erste Quartal noch eine Preissteigerung von bis zu 16 % erwartet wurde, sollte sich die Situation im zweiten Quartal langsam entspannen.

Zeit für den Wechsel: spo-book WINDBOX II Plus ist EOL

Alles hat irgendwann ein Ende: unser beliebtes spo-book WINDBOX II Plus ist nun End of Life (EOL) und wird durch das spo-book WINDBOX II Quad ersetzt. Dank gleicher Maße und gleicher Anschlüsse – lediglich ein USB wurde von 2.0 auf den aktuellen 3.0-Standard upgegradet – sollte der Produktwechsel kein Problem darstellen. Zudem begeistert die WINDBOX II Quad mit einem neueren Quad-Core-Prozessor und ermöglicht auch Windows 10. Treiber für das alte System sind ab sofort hier zu finden:

Treiber

Windows 10 IoT Enterprise: Alle Infos jetzt auf unserem Blog

Kaum zu glauben, dass unsere Windows-10-IoT-Wochen schon wieder vorbei sind. In den letzten fünf Wochen haben wir euch jeden Dienstag ein neues Thema vorgestellt: Von einer allgemeinen Einführung, über die Vorteile, Customizing– und Sicherheitsfeatures bis hin zu Microsofts neuer Lizenzpolitik. Und wer nicht so viel Zeit zum Lesen hat, wirft einfach mal einen Blick auf unsere Übersichtsseite. Da haben wir das Wichtigste kurz und knapp zusammengefasst.

Um es fachlich ein wenig korrekter auszudrücken: Die Lizenzen werden in drei verschiedene SKUs (= stock keeping units) unterteilt. Weil das marketingtechnisch allerdings gar nicht mal so gut klingt, übersetzen wir “SKU” für unsere Zwecke einfach in “Preiskategorie”. Klingt besser? Klingt besser.

Der Vorteil dieser neuen Preiskategorien ist, dass Kunden gerade mit “Entry” und “Value” ein vollwertiges Betriebssystem zu einem unschlagbar günstigen Preis erhalten. Erfahren Sie hier welche unserer Mini-PCs sich in welche der drei Preiskategorien “Entry“, “Value” und “High End” einordnen lassen.

Entry: Intel Atom, Pentium (N- und J-Series) und Celeron (N-, G-, J- und 3000-Series), AMD V10-V12

Value: Restliche Intel Celeron und Pentium, Core i3, Core i5, Core M und AMD V13-V19

High End: Intel Core i7, Xeon und ausgewählte AMD FX-Modelle, Ryzen 7

Alle genannten spo-comm Mini-PCs können ab sofort mit Windows 10 IoT Enterprise bestellt werden.

spo-comm Mini-PCs entdecken

 

Übersichtsseite Windows 10 IoT Enterprise

Enterprise Grade Sicherheit

In den Weiten des Internets lauern heute für Ihren Computer mehr Gefahren denn je. Doch nicht nur im World Wide Web setzt man sich Betrügern und Langfingern aus, die an wertvolle Daten gelangen wollen. Auch lokal kommt es immer wieder zu Datenraub und unerwünschten Zugriff durch Dritte. Windows 10 IoT bietet seinen Nutzern völlig neue und verbesserte Möglichkeiten um Ihr Betriebssystem vom Anschalten bis hin zum Ausschalten optimal zu schützen. Welche Funktionen Ihnen hierfür zur Verfügung stehen und was genau sie bedeuten, erfahren Sie folgend in unserer kurzen Übersicht.

Sichern Sie Ihre Geräte

Legen Sie fest, welche Peripheriegeräte, wie USB-Sticks oder externe Festplatten, als vertrauenswürdig gelten und sorgen Sie dafür, dass nur diese vom PC erkannt werden.

  • Die Zwei-Faktoren-Authentifizierung bei der Anmeldung
  • Device Guard:

    Lässt durch die sog. Advanced Threat Resistance nur vertrauenswürdige Applikationen laufen

  • Secure Boot:

    Stellt sicher, dass beim Bootvorgang nur zertifizierte Dateien geladen werden und dass in ein Betriebssystem mit hinterlegtem Sicherheitszertifikat gestartet wird

Advanced Lockdown:

Beschreibt hauptsächlich die Funktion, Ihr Windows Betriebssystem durch gezielte Einschränkungen auf Ihre Bedürfnisse zurechtzuschneiden (Sehen Sie hierzu auch unseren Artikel zum Customizing). Gleichzeitig bedeutet das für Ihr Betriebssystem auch einen erhöhten Sicherheitsfaktor. Denn der Advanced Lockdown bietet Ihnen beispielsweise die Möglichkeit nur bestimmten Programmen zu erlauben auf Ihrem Computer Operationen durchzuführen. Heißt im Umkehrschluss: Unerwünschter Schad- bzw. Software wird gar nicht erst die Möglichkeit gegeben, sich in Ihrem PC einzunisten.

Folgende Sicherheitsfunktionen umfasst der Lockdown außerdem:

  • AppLocker:
    • Deaktivieren Sie, wie einleitend erwähnt, unerwünschte Software/Programme
    • Behalten Sie die Kontrolle über alle Prozesse durch Ihre notwendige Zustimmung
  • Shell Launcher:
    • Starten Sie nach dem Login automatisch in eine Custom Shell
    • Deaktivieren Sie Hotkeys und bestimmte Tastenkombinationen
  • Unified Write Filter:

    Unverzichtbar wenn es um den Schreibschutz von Festplatten geht. Das heißt: Der Unified Write Filter lässt keine Veränderungen der Festplatte und der dort abgelegten Dateien sowie Programme zu. Änderungen werden lediglich kurzfristig über den RAM-Speicher abgelegt. Nach einem Neustart des Betriebssystems ist wieder alles beim Alten.

  • Mobile-Device-Management (MDM)

    Verweigern Sie USB- und anderen Peripheriegeräten den Zugriff auf Ihren Computer

Sichern Sie Ihre Daten

  • Trusted Platform Modules (TPM):

    Ein TPM ist ein in viele Systeme integrierter Chip, der es ermöglicht die Festplatte zu verschlüsseln. Ebenfalls ist es durch das TPM möglich jede Hardware im System zu identifizieren. Dadurch kann der Chip außerdem Veränderungen im System erkennen.

  • BitLocker:

    Verschlüsselung Ihrer Laufwerke/Festplatten. Ermöglicht zudem das sichere Löschen von Daten. Dadurch wird es erheblich schwieriger gelöschte Daten wieder herzustellen (bspw. nützlich beim Ausrangieren von alten Computern).

  • Enterprise Data Protection:

    Schützt vor Datenverlust die durch Lecks im System auftreten (z.B. Clouds, E-Mails, soziale Medien)

Identität schützen

  • Windows HELLO:

    Anmeldung per Fingerabdruck, Gesichts- oder Iriserkennung

  • Credential Guard:

    Schützt Ihre Zugangsdaten vor Malware und Ähnlichem

Übersichtsseite Windows 10 IoT Enterprise

Lockdown bedeutet, ein Windows Betriebssystem mithilfe von gezielten Einschränkungen auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Im Folgenden werden wir die Lockdown Features, die zur individuellen Anpassung des Betriebssystems dienen, erläutern. Die Features, die für mehr Sicherheit sorgen, erläutern wir hier.

Unbranded Boot

Mit der Funktion Unbranded Boot können Windows-Elemente, die beim Start des Betriebssystems erscheinen, unterdrückt werden. Dazu gehören das Bootlogo, der Status Ring und der Status Text – entweder einzeln, oder alle gleichzeitig.

Zudem kann eingestellt werden, dass anstelle eines Blue Screens (= eine Fehlermeldung unter Windows) ein Black Screen erscheint und das Gerät automatisch neustartet, damit Benutzer es nicht sehen können, wenn das System einmal abstürzen sollte. Um den Fehler im Nachhinein auszulesen, wird im Hintergrund eine Dump File erstellt.

Embedded Logon

Der Embedded Logon ermöglicht, Elemente des Windows 10 User Interfaces beim Starten und Herunterfahren des Betriebssystems zu unterdrücken. So kann zum Beispiel der Login Screen versteckt und stattdessen ein automatischer Login konfiguriert werden. Dann ist es möglich direkt nach dem Bootscreen eine Anwendung zu zeigen. Weiterhin kann mit dem Embedded Logon der Login Screen durch das Verstecken einiger Elemente personalisiert werden.

Shell Launcher

Mit dem Shell Launcher kann eine Windows-10-App oder eine klassisches Win32-Programm auf Wunsch automatisch geöffnet werden mit dem Ziel, die Standard-Windows-Bedienoberfläche zu verbergen. Das heißt, sobald der PC gestartet wird, startet auch die Anwendung und das Betriebssystem bleibt unsichtbar. Dabei ist es auch möglich verschiedene Shells für verschiedene Nutzer zu konfigurieren, sodass beispielsweise zwei Accounts auf dem PC laufen: einer mit der Anwendung als Shell und ein anderer mit der klassischen Desktop Shell für administrative Dinge.

Ferner kann im Shell Launcher eingestellt werden was passieren soll, wenn das Programm abstürzt oder geschlossen wird. Es könnte neu starten, herunterfahren oder gar nichts tun.

Assigned Access

Der Assigned Access hat ähnliche Funktionen wie der Shell Launcher. Er ist vor allem für sogenannte „single-function devices“, also Geräte, die nur eine einzige Funktion erfüllen sollen, interessant. Dazu gehören beispielsweise Kiosksysteme, Kassen am POS oder Displays auf Messen. Assigned Access bedeutet in etwa „zugewiesener Zugriff“. Wenn ein Konto dafür konfiguriert ist, läuft eine ausgewählte Windows-App über dem Sperrbildschirm für das ausgewählte Benutzerkonto. Benutzer dieses Kontos können dann auf keine andere Funktion im Gerät zugreifen. Mit einigen optionalen Elementen, kann der Assigned Access weiter personalisiert werden. Zum Beispiel in Bezug auf die Power-Button-Verfügbarkeit und Begrüßungselemente.

Um den Zugang zum System zu blockieren, können zudem bestimmte Touch- und Mausgesten sowie Tastenkombinationen geblockt werden. Das Verlassen der Anwendung läuft über einen speziellen Breakout Key, mit dem man zum Login Screen gelangt.

Angepasste OEM-Informationen

Ein weiteres Feature, mit dem man seinen PC individualisieren kann, ist die Möglichkeit die OEM-Informationen anzupassen. So kann der eigene Hersteller- und Modellname genannt und das eigene Logo eingefügt werden. Zudem lassen sich die Supportzeiten, -telefonnummer und –URL hinterlegen, wodurch Ihre Kunden direkt sehen können von wem das System kommt und wohin sie sich bei Problemen wenden können.

Übersichtsseite Windows 10 IoT Enterprise

Was ist Windows 10 IoT Enterprise denn nun genau?

Windows 10 IoT Enterprise ist ein Betriebssystem für industrielle Anwendungen und Embedded-PCs. Es ist für alle Geräte geeignet auf denen Desktop-Apps und Win32-Anwendungen laufen sollen. Windows 10 IoT Enterprise hat alle Funktionen von Windows 10 Professional und besitzt zusätzlich sogenannte Embedded Lockdown Features. Diese dienen dazu, das Gerät zu sichern und vor ungewollten Angriffen zu schützen. Zudem bieten sie verschiedene Branding-Möglichkeiten und können zum Beispiel das Windows-Betriebssystem hinter der Anwendung völlig unsichtbar machen. Die einzelnen Funktionen erklären wir in anderen Artikeln noch genauer.

Welche Vorteile bietet Windows 10 IoT Enterprise?

Neben den Lockdown Features bietet Windows 10 IoT noch weitere Vorteile, die für Lösungen im industriellen Bereich interessant sind. Zum einen wird dieses Betriebssystem für mindestens 10 Jahre supportet und ist noch weitere 5 Jahre verfügbar (also insgesamt 15 Jahre), was gerade für Applikationen, die viele Jahre laufen sollen, relevant ist.

Ein anderer Vorteil ist in dem Kürzel LTSB versteckt. Das steht für Long Term Servicing Branch und besagt, dass nur alle 2-3 Jahre neue Versionen als Updates bereitgestellt werden, die dann installiert werden können, aber nicht müssen. Diese Funktionsupdates wurden bereits bei anderen Windows-Versionen intensiv getestet und sollten daher keine Probleme machen. Um Sicherheitslücken zu vermeiden, werden Sicherheitsupdates und Hotfixes laufend installiert. Diese verursachen jedoch keine Kompatibilitätsprobleme, da das Betriebssystem nicht verändert wird.

Ein weiterer Vorzug von Windows 10 IoT Enterprise im Vergleich zu Windows 10 Professional ist das Multilingual User Interface (MUI), was auf Deutsch “mehrsprachige Benutzeroberfläche” bedeutet. MUI bedeutet, dass mehrere Sprachpakete gleichzeitig installiert werden können, zwischen denen man, je nach Einsatzort oder Benutzer, hin und her wechseln kann. Bei Windows 10 IoT Enterprise sind dafür über 30 verschiedene Sprachpakete vorhanden. Zählt man die einzelnen Varianten, wie en-UK oder en-US dazu, kommt man auf über 100 Sprachen.

Dank einem neuen Lizenzierungsmodell, ist Windows 10 IoT Enterprise zudem für die meisten Systeme günstiger als das herkömmliche Windows 10 Professional. Was das genau bedeutet erklären wir noch.

Als besonderer Service ist im Lieferumfang eines Systems mit Windows 10 IoT stets ein Recovery Stick enthalten. Sollte eine Neuaufspielung des Betriebssystems benötigt oder gewünscht werden, kann es mithilfe des Sticks ganz einfach wiederhergestellt (“recovert”) bzw. neuinstalliert werden.

Für wen ist Windows 10 IoT Enterprise geeignet?

Grundsätzlich ist Windows 10 IoT für alle industriellen Anwendungen geeignet: Von Kiosk-Systemen, POS-Geräten und Geldautomaten über Produktionsanlagen und industrieller Steuerung bis hin zu Digital Signage Playern oder medizinischen Geräten – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Windows 10 IoT das Richtige für Sie und Ihre Anwendung ist, stellen wir Ihnen jederzeit eine kostenfreie Teststellung des gewünschten PCs mit einer Windows 10 IoT Testversion zur Verfügung.

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Aber fangen wir vorne an und widmen uns der Frage, warum dieses Betriebssystem jetzt Windows 10 IoT heißt. Zunächst ein kleiner Exkurs zum Begriff “IoT”:

Was bedeutet der Begriff “IoT”?

IoT ist die Kurzform von “Internet of Things”, auf Deutsch “Internet der Dinge”. Der Begriff beschreibt die Idee, dass PCs nach und nach verschwinden, und durch smarte Gegenstände (“Dinge”) ergänzt und ersetzt werden. Für den privaten Bereich bedeutet dies, dass Alltagsgegenstände mit Prozessoren, Sensoren und Sendern ausgestattet werden. Zum Beispiel Kühlschränke, die selbst Lebensmittel nachbestellen oder eine intelligente Bürste, die die Haarstruktur analysiert. Aber auch, beziehungsweise besonders, im industriellen Bereich ist das Thema IoT für viele Branchen interessant. Denn mit eingebetteten Kleinstgeräten können unter anderem Produktionsanlagen und Versandabläufe vernetzt werden und somit wesentlich effizienter arbeiten.

Was bedeutet das für Windows 10 IoT?

Warum hat Microsoft nun für sein neues Embedded-Betriebssystem den Namen Windows 10 IoT gewählt? Nun, zum einen ist der Begriff IoT so langsam in aller Munde, sodass die Bezeichnung schon aus Marketingtechnischen Gründen keine schlechte Idee ist. Zum anderen ist Windows 10 IoT ein Teil der One-Windows-Strategie. Diese besagt, dass es ein Windows für alle Geräte – Kleinstgeräte bis hin zu Servern – gibt. Denn Windows 10 IoT kommt mit drei Versionen daher, die nach Gerätetyp unterschieden werden: Windows 10 IoT Core für Kleinstgeräte wie Raspberry Pi, Windows 10 IoT Mobile Enterprise für Smartphones und kleine Tablets und Windows 10 IoT Enterprise für Systeme mit Desktop Shell und Win32-Apps.

Alle drei Varianten basieren auf dem gleichen Kern, dem für jede Gerätefamilie andere Features hinzugefügt werden. Dank des gemeinsamen Kerns können die sogenannten Universal Apps auf allen Plattformen bzw. Gerätetypen laufen, was den Aufwand für Entwicklung und Support erheblich reduziert und vereinfacht.

Von den drei Windows IoT-Varianten interessiert uns eigentlich nur Windows 10 IoT Enterprise, denn das ist die Version die auf (Mini-)PCs läuft und Desktop Apps sowie Win32-Anwendungen ermöglicht. Einsatzmöglichkeiten sind Bereiche wie POS, Kiosk, Digital Signage, industrielle Steuerung, Produktionsanlagen sowie Geldautomaten.

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